Für Freunde von Verschwörungstheorien ist das Internet eine echte Fundgrube. Massenhaft Material zu den Klassikern wie Illuminati, JFK-Attentat, 11. September und das CIA, aber auch viele andere, teils sehr abstruse Verschwörungstheorien. Hier einige nicht ganz so bekannte, aber trotzdem nicht weniger interessante Verschwörungstheorien:

1. Paul is dead

Nach dieser Verschwörungstheorie ist Paul McCartney 1966 bei einem Autounfall ums Leben gekommen und wurde auf Drängen der Plattenfirma durch einen Doppelgänger ersetzt.

Die Beatles 1964

Die Beatles 1964

Foto © UPI Telephoto

Die restlichen Beatles mussten still halten, haben aber versucht, durch verschiedene geheime Botschaften in den Songs und auf Plattencovern den Fans Hinweise zu geben. So sagt Lennon am Ende von “Strawberry Fields Forever” “I buried Paul” (er selbst behauptete, “Cranberry Sauce” gesagt zu haben), Paul McCartney (bzw. sein Doppelgänger) trägt auf einem Foto im Booklet von Magical Mystery Tour eine schwarze statt einer roten Nelke zu seinem Anzug (Hinweis auf Tod) und noch vieles andere. Sein Bassspiel vor und nach 1966 soll sich eklatant in Qualität und Stil unterscheiden und trotz diverser Gesichtsoperationen sind optische Unterschiede festzustellen.

Paul McCartney

1973 – der echte Paul?

Foto © Corwin

Den musikalischen Qualiäten der Beatles hat das keinen Abbruch getan, denn deren Songs wurden eh alle von Glenn Miller geschrieben. Richtig, dem Swing-King, der 1944 mit dem Flugzeug über dem Atlantik verschollen ist (bzw. von der Royal Air Force abgeschossen worden ist). Er hat den Absturz überlebt und konnte bis zur englischen Küste schwimmen, in einem britischen Krankenhaus ist er dann entweder an Lungenkrebs oder an Leberzirrhose gestorben. Oder war an einem Putsch beteiligt. Oder hat Beatles-Songs geschrieben.

 

2. Elvis lebt!

Im Gegensatz zu Paul McCartney, bei dem der Tod vertuscht wurde, täuschen andere Prominente einen frühen Tod vor. Elvis Presley z.B., der laut seinem Arzt 25 Jahre nach seinem vorgetäuschten Tod wieder auftauchen und der Öffentlichkeit die Wahrheit präsentieren wollte. Das wäre 2002 gewesen. Womöglich ist Elvis sein echter Tod 1990 dazwischen gekommen. Ähnlich wie Tupac Shakur, bei dessen angeblicher Leiche auf den Obduktionsfotos zwei markante Tätowierungen fehlen, musste Elvis in einem Zeugenschutzprogramm verschwinden.

Bei anderen wurden wiederum die Todesumstände vertuscht. Nicht, um wie Glenn Miller als Kriegsheld dazustehen, statt dessen um wie bei Jim Morrison, der in Paris weder an Herzversagen noch an einer Überdosis gestorben ist, sondern von einem französischen Adeligen hinterrücks erstochen wurde, eben diesen Adeligen vor den Folgen seiner Tat zu schützen. Meistens aber wollte der CIA die Betreffenden aus dem Weg haben, aus Angst vor einer Hippie-Gegenkultur (John Lennon, Jimi Hendrix). Andere halten lieber die Klappe, so wie Bob Dylan seit seinem schweren Motorradunfall.

Oft täuschen Rock- und Filmstars ihren Tod aber nur vor, um dem lästigen Starruhm, den Fans und den Paparazzi zu entgehen. Irgendwo auf dieser Welt muss es einen Ort geben, wo sie alle, von Marilyn Monroe über Janis Joplin bis zu Whitney Houston unerkannt und ungestört ein ruhiges Leben genießen. Wo könnte das sein? Wie wär’s mit Bielefeld?

 

3. Die Bielefeld-Verschwörung

Nein, bei dieser Verschwörung dreht es sich nicht darum, dass Bielefeld als Refugium für berufsmüde Weltstars dient  (auch wenn es sich anbieten würde, denn dort würde sie sicher niemand suchen), es geht hier um die Frage, ob Bielefeld überhaupt existiert. Antwort: Natürlich nicht. Bielefeld gibt es nicht. Punkt. Jeder, der was anderes behauptet, ist Teil dieser Verschwörung.

 

4. Bernie und der Große Eisenbahnraub

1963 fand der legendäre Postraub statt, bei dem eine Bande £ 2.631.684 (nach heutigem Stand ca. 50 Millionen €) erbeutete. Die Bande bestand aus 15 Leuten, von denen drei aber nie ermittelt werden konnten. Gerüchten zufolge soll der heutige Formel 1-Zampano, Bernie Ecclestone, entweder Fahrer oder Drahtzieher bei dem Überfall gewesen sein. Bernie Ecclestone dazu: “I could have done something better than that. There wasn’t enough money on that train.”

 

5. Die Sex Pistols waren eine Punkband

Malcolm McLaren hatte einige Zeit innerhalb der Punkszene rund um den New Yorker Club CBGB nach einer Band gesucht, die er managen konnte, weil er das riesige finanzielle Potenzial erkannt hat, das ein neuer Typ Rockmusik besaß.

So wollte er zunächst C**k Sparrer managen, die ihm aber unmissverständlich klargemacht haben, dass er besser abhauen sollte, wenn er seine Zähne behalten will, woraufhin er es bei der Ur-Punkband New York Dolls versucht hat, die auch nicht unbedingt freundlicher auf seine Avancen reagiert haben.

Also ist er zurück nach London zu seinem Sexshop, den er zusammen mit Vivienne Westwood betrieb, hat sich ein paar der Typen geschnappt, die ewig in dem Laden rumhingen und kaum ein Instrument halten konnten und hat aus ihnen mit Hilfe sorgfältigen Managements und einfacher Schock-Taktiken eine der bekanntesten Punkbands aller Zeiten gemacht.

Sex Pistols 1977

Sex Pistols 1977

Foto © Warner Bros./Promo

Die Sex Pistols wurden von Malcolm McLaren praktisch als Gegenstück zu den Bay City Rollers gecastet, mit Johnny Rotten als eine Art Punk-Justin Bieber.

So hört sich die Geschichte an, wenn Malcolm McLaren sie erzählt. Es gibt allerdings noch andere Sichtweisen und dann lautet die Verschwörungstheorie:

 

6. Die Sex Pistols waren eine Boyband

Steve Jones, Glen Matlock und Paul Cook waren zwar Teil einer Truppe, die regelmäßig in McLarens Laden rumhingen, haben aber schon als “Sex Pistols” zusammengespielt. Sie suchten einen Sänger und McLaren hat ihnen Lydon vorgeschlagen.

McLarens Darstellung als Mastermind hinter den Sex Pistols deckt sich bei weitem nicht mit der Realität. Er hat weder die Charaktere erfunden, noch deren Musik, noch die Show. Die Songs wurden von der Band selbst geschrieben. In Wahrheit hatte er kaum eine Ahnung, was er eigentlich tat, war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und hat in weiten Teilen einfach nur Glück gehabt. Die Sex Pistols existierten schon, bevor McLaren sie managte, bis dahin allerdings ohne Erfolg.

  • batcat67:

    Also,Bielefeld existiert….zumindestens hießder Verein so,der am Sonntag in Oberhausen gewonnen hat…vielleicht kannst Du das ja anfechten????

  • Die sind ja Teil der Verschwörung – nur dazu da, damit die Leute denken, dass Bielefeld tatsächlich existiert:-)