Die Rache der Streber – könnte man denken, wenn man nur die Pilotfolge von “The Big Bang Theory” kennt, aber dann entwickelt sich die Serie zu einer der witzigsten und erfolgreichsten Sitcoms, die zur Zeit im Fernsehen läuft.

Big_Bang_Theory-BannerExperimentalphysiker Dr. Leonard Hofstadter (Johnny Galecki) wohnt gemeinsam mit dem theoretischen Physiker Dr. Dr. Sheldon Cooper (Jim Parsons) in einer Wohnung, wo sie ihre Freizeit hauptsächlich mit Dingen wie Computerspielen, Comics, Science Fiction – Filmen oder 3 D – Schach verbringen. Gesellschaft leisten ihnen dabei häufig der Astrophysiker Dr. Rajesh Koothrappali (Kunal Nayyar) und der Raumfahrtingenieur (ohne Doktortitel) Howard Wolowitz (Simon Helberg). Die vier Wissenschaftler erforschen zwar die Geheimnisse des Universums, sind aber kaum in der Lage, simpelste menschliche Verhaltensweisen zu entschlüsseln.

Als in der Wohnung nebenan die hübsche Blondine Penny (Kaley Cuoco) einzieht, ist Leonard sofort mehr als interessiert. Die Chancen stehen schlecht, wie er weiß. Schon zu Schulzeiten, als ihm die Pausenbrote geklaut wurden oder er mit dem Kopf in der Toilettenschüssel gelandet ist, waren Mädchen wie Penny für ihn unerreichbar.

Dabei ist Leonard, trotz mangelndem Selbstbewusstsein und ausgeprägter Schüchternheit, noch der am wenigsten Verhaltensauffällige der vier Nerds. Raj hat das Problem, ohne Hilfe von Alkohol in Gegenwart von Frauen kein Wort herauszubringen. Howard sieht sich selbst als Frauenheld à la James Bond, wird von seiner Umwelt aber eher als Austin Powers wahrgenommen. Der exzentrische Sheldon wirkt mit seinen vielen Neurosen mehr als seltsam auf seine Mitmenschen, seine Mitmenschen wirken aber auch seltsam auf Sheldon.

Penny, eine Möchtegern-Schauspielerin, die sich mit Kellnern über Wasser hält, entwickelt eine Zuneigung zu den vier Sonderlingen, die teils aus ehrlicher Sympathie, teils aus Faszination an deren oft bizarrem Verhalten besteht.

THE BIG BANG THEORY

Penny und ihre seltsamen Nachbarn

Man kann es ihr nicht verdenken. Bei “The Big Bang Theory” kann man sowohl mit den als auch über die skurrilen Typen lachen. Die Witze beziehen sich oft auf Themen aus der Physik, sind aber so konstruiert, dass sie das breite Publikum versteht.

“The Big Bang Theory” ist eine einfach konzipierte Sitcom mit stereotyp angelegten Figuren und wenig Tiefgang. Sie kommt eher altmodisch daher, gedreht im Multi-Camera Setup und mit Lachkonserven. “The Big Bang Theory” ist aber auch reine Comedy, mit ordentlich Sarkasmus und Darstellern, die ihren Figuren Echtheit verleihen. Vor allem Jim Parsons als Sheldon Cooper ist der Star der Show.

Aufgrund der abgedroschenen Grundidee ist das Potenzial von “The Big Bang Theory” so limitiert wie Sheldons soziale Fähigkeiten, ab der dritten Staffel ist das Pulver langsam aber sicher verschossen. Es werden neue, weibliche Figuren eingeführt mit der Folge, dass es mehr um Beziehungskram geht als um Nerd-Humor. Gerade der Kontrast zwischen der Weltfremdheit der vier Superhirne und Pennys gesundem Menschenverstand machte die Komik der Serie aus, kommt in späteren Staffeln aber zu kurz.

Ab dem 26. August 2013 geht es auf Pro 7 weiter mit der sechsten Staffel.

Fotos © CBS

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