Um nach einer Ehekrise einen Neuanfang zu starten, ziehen Ben (Dylan McDermott) und Vivian Harmon (Connie Britton) mit ihrer Tochter Violet (Taissa Farmiga) nach Los Angeles. Das neue Haus ist äußerst preisgünstig, nicht nur wegen der Wirtschaftskrise, sondern auch, weil die Vorbesitzer nach Mord und Selbstmord tot im Keller aufgefunden worden sind. Der Tod des Pärchens war der Letzte in einer Reihe von seltsamen Todesfällen und nach und nach kristallisiert sich heraus, dass die Harmons nicht die einzigen Bewohner in dem Haus sind.

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Friede, Freude, Eierkuchen war mal, inzwischen ist Horror wieder richtig angesagt. Nach Zombies, Vampiren, Werwölfen und Hexen kommt mit der ersten Staffel von “American Horror Story” eine klassische Spukhaus-Geschichte ins Fernsehen. Etwas von “Amityville Horror”, etwas von “Shining”, dazu eine Prise urbane Legenden (“Schweinemann”) und ordentlich realer Horror, wie der Amoklauf von Columbine oder die schwarze Dahlie, vermixen sich zur “American Horror Story”. In schicker Optik, manchmal auch mit Retrocharme, und mit viel Atmosphäre sorgt die Serie für Nervosität und Unbehagen, mal mehr, mal weniger subtil.

Ben Harmon führt seine psychologische Praxis im Haus und schon der erste Klient, Tate (Evan Peters), scheint tief sitzende Probleme zu haben. Daher wird nicht gerade gern gesehen, dass Tochter Violet zunehmend Zeit mit ihm verbringt. Moira ist für die Frauen im Haus die ältliche, seriöse Haushälterin (Frances Conroy), für die Männer das scharfe, laszive Hausmädchen (Alexandra Beckenridge). Nachbarin Constance (Jessica Lange) geht im Haus nach Belieben ein und aus und scheint mehr zu wissen, als sie zugibt, ein seltsamer Mann mit Brandnarben (Denis O’Hare) verfolgt Ben, ein maskierter Mann im Latexanzug treibt sich im Haus herum und im Keller haust ein Monster. Um nur ein paar der seltsamen Gestalten zu nennen, mit denen es die Harmons zu tun bekommen.

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Seltsame Gestalten

“American Horror Story” verheddert sich manchmal in den vielen Geschichten, und auch wenn viele davon interessant sind, ist keine sonderlich originell. Aber spannend ist es schon und für die eine oder andere Gänsehaut reicht es auch. Die Besetzung enthält eine Reihe bekannter Namen (später tauchen auch noch Zachary Quinto und Mena Suvari auf) und die Schauspielerleistungen sind große Klasse, allen voran die von Jessica Lange, die in ihrer Rolle geradezu aufgeht.

Jede Staffel von “American Horror Story” ist eine in sich abgeschlossene Geschichte, nach der Geisterhaus-Geschichte spielt die zweite Staffel in einer Psychiatrie in den Sechziger Jahren, während sich die dritte Staffel mit Hexen in Salem befassen soll. Ein Großteil der Schauspieler wurde erneut besetzt, oft in völlig konträren Rollen.

Die erste Staffel von “American Horror Story” startet ab dem 7. März 2013 auf sixx und kann auch auf MyVideo angesehen werden.

Fotos © FX

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